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Wissen · Vorsorge für Kinder

Wie viel sollte ich für mein Kind sparen?

Kurz: So viel, wie Sie 15 Jahre lang durchhalten. Und keinen Euro mehr. Die Dauer schlägt die Höhe. 50 Euro über 18 Jahre bringen bei gleicher Annahme mehr als 150 Euro über fünf Jahre, und sie überleben eine Elternzeit, einen Umzug und ein kaputtes Auto.

Warum die Dauer wichtiger ist als der Betrag

Beim Sparen für Kinder arbeiten zwei Dinge gegeneinander: der Betrag, den Sie heute erübrigen können, und die Zeit, die noch bleibt. Die Zeit ist der stärkere Hebel, weil Erträge selbst wieder Erträge bringen. Nur merkt man das in den ersten Jahren kaum. der Effekt wird erst im letzten Drittel sichtbar. Genau deshalb hören viele vorher auf.

Rechnen Sie es nach, statt mir zu glauben: Im Sparrechner stellen Sie Rate und Laufzeit selbst ein. Gerechnet wird mit 4 Prozent im Jahr, bewusst vorsichtig. Sie sehen dabei auch, welcher Teil des Ergebnisses Ihre Einzahlung ist und welcher der Wertzuwachs.

Die Frage vor der Frage: Wofür ist das Geld?

Ein Führerschein in 17 Jahren, eine Kaution für die erste Wohnung, ein Studium, ein Startkapital. Das sind vier verschiedene Zeiträume und damit vier verschiedene Antworten. Geld, das in drei Jahren gebraucht wird, gehört nicht in einen schwankenden Markt. Geld, das 18 Jahre liegen bleibt, gehört nicht auf ein Sparbuch.

Mir ist im Gespräch wichtiger, diesen Zweck zu klären, als die Rate zu optimieren. Wer weiß, wofür er spart, hört seltener auf.

Drei Fehler, die ich häufig sehe

  • Zu hoch anfangen. Die Rate wird nach einem guten Monat festgelegt und nach einem schlechten gekündigt. Lieber niedrig starten und später erhöhen.
  • Alles auf ein Produkt. Ein Vertrag, der Sparen, Absichern und Steuern gleichzeitig lösen soll, löst meist keines davon gut.
  • Die Absicherung vergessen. Der beste Sparplan für das Kind nützt nichts, wenn das Einkommen wegfällt, aus dem er bezahlt wird. Das gehört in dieselbe Rechnung.

Auf wessen Namen?

Ein Depot auf den Namen des Kindes nutzt dessen eigene Freibeträge. Dafür gehört das Geld mit 18 rechtlich dem Kind, bedingungslos, und angespartes Vermögen kann BAföG und andere Sozialleistungen beeinflussen. Ein Depot auf Ihren Namen behalten Sie in der Hand, versteuern Erträge aber nach Ihren Verhältnissen. Der Sparer-Pauschbetrag liegt bei 1.000 Euro je Person und Jahr, bei gemeinsam veranlagten Paaren bei 2.000 Euro (Stand Oktober 2026).

Es gibt hier keine allgemein richtige Antwort, nur eine, die zu Ihrem Zweck passt. Steuerliche Einzelfragen gehören zum Steuerberater. Das ist nicht mein Beruf.

Häufige Fragen

Gibt es einen Betrag, der „richtig“ ist?

Nein. Richtig ist der Betrag, den Sie in zehn Jahren noch zahlen können, ohne darüber nachzudenken. Alles andere rechnet sich auf dem Papier und scheitert im Leben.

Was ist mit Geldgeschenken von Oma und Opa?

Die eignen sich gut als Einmalzahlung in denselben Sparplan. Dafür gibt es im Sparrechner das Feld „Einmalbetrag“. Wichtig ist nur, vorher zu klären, auf wessen Namen das Depot läuft.

Sollte ich erst Schulden abbauen oder parallel sparen?

Teure Schulden zuerst. Ein Konsumkredit mit 8 Prozent Zins frisst jede angenommene Rendite von 4 Prozent gleich doppelt. Bei einem günstigen Immobiliendarlehen sieht die Rechnung anders aus.

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Allgemeine Information, keine Anlage- oder Steuerberatung im Einzelfall. Stand: 19. Oktober 2026.

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